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                                    Holländerin 1912

 

Kleine bemalte Schildkröt - Püppchen und Figuren

 

 

Die umfangreiche Kleinserie von Schildkröt mit den kleinen, bemalten Celluloid – Steh – und Sitzpüppchen und den lustigen Celluloidfiguren entstanden ab 1906 mit verschiedenen Clown und Märchenfiguren und wurde bis in die fünfziger Jahre mit ständig wechselnden Modellen fortgestetzt. Meist waren nur die Arme dieser kleinen bemerkenswerten Steifbeinpüppchen und Figuren mit den aufgeprägten und aufgemalten Kleidern beweglich, manche waren auch ganz unbeweglich.

 

Es entstanden Trachtenpuppen in unterschiedlichen Landestrachten, stramme Sodaten in verschiedenen Uniformen, Scherzfiguren und eine ganz Reihe von Jungen und Mädchen – und Badypuppen mit oder ohne modellierter Kleidung. Der aus Amerika kommender Trend, Comic -Strip- Figuren zu Pupen umzumodlieren, wurde von der Rheinischen aufgegriffen, und so entschanden die lustigeen Kewpie – und Googlie-Figuren mit expressiven Blicken und den typischen „Seesternhänden“ - ein Puppentyp mit übergroßen, runden zu Seite blickenden Augen und comicartigen Gesichtszügen. Die Modelle hießen Bubi, Mädli, Dolly ode Purzel und es gab sie in den unterschiedlichsten Ausführungen. Nach 1930 wurde eine ganz Serie mit beweglichen Igodi – Köpfen ins Kleinserienprogramm aufgenommen. Die Formen zu diesen Moellen wurden von de Firam Paul Hunaeus und der dadurch auch hinzugekommenen ehemaligen Firma Kohl & Wengenroth übernommen und die Puppen unverändert weiterproduziert.

 

Die Püppchen und Figuren der Kleinserie gab es in verschiedenen Größen und in den unterschiedlichsten Ausführungen: mit oder ohne aufmodellierte oder aufgemalter Kleidung, mit verschieden modellierten Frisuren, unterschiedlich bemalten Gesichtern, in heller oder dunkler Hautfarbe.

 

Gemarkt wurden die frühen Kleinpüppchen und – figruen teils mit de Schildkröte ohne Raute, teils mit der Schildkröte in Raute (altes Zeichen). Die Nachfolgemodelle die später enstanden und teilweise bis in die fünfziger Jahre produziert wuden sind mit der neuen Schildkröte in Raute gekennzeichnet.

 

 

 

 

 

 

Schildkröt Holländerin

 

 

Holländerin um 1912, Kopf, Körper und Beine aus einem Stück, bewegliche Scheibengelenkarme (leider nicht original), geprägte Kleidung, Strümpfe u. Schuhe (holländische Tracht), farbig bemalt, gemalte blaue Augen, geschlossen modellierter Mund

Gr. 17 cm, Schildkröt Körpermarkte ohne Raute, Schutz-Marke

 

 

Schildkröt Schutzmarke

Holländerin 1912

Produziert bis Ende der zwanziger Jahre, in den Größen 14 bis 20 cm, zuerst gemarkt mit Schildkröt ohne Raute, später mit Raute

 

 

 

 

Frühe Püppchen und Figuren mit modellierter Kleidung

 

Die frühen Puppen der Schildkröt – Kleinpüppchenserie wurden je nach Modell ab 1905 bis etwa Ende der dreißiger Jahe hergestellt, es entstanden ganz verschiedenenartige, meist kleine Puppentypen mit modellierter, farbig gemalter Kleidung, die heute recht selten und deshalb schwer zu finden sind.

Diese Modelle wurden teils, als Figuren aus einem Stück, teils als Steifbeinpüppchen mit beweglichen Armen, teils auch ganz beweglich, d. h. Mit Scheibengelenkarmen und beinen, geliefert. Die bemalten Püppchen und Figuren gabe es in weinig verschiedenen, meist kleinen Größen und ganz unterschiedlichen Ausführungen: mit fleischfarbig, glänzendem und matiertem Hautton und farbig bemalter modellierter Kleidung mit oder ohne modellierte bemalte Schuhe (Stiefel und Strümpfe, mt modellierten Haaren, modn Hüten, Mützen, Häubchen oder ähnlichem, mit gemalten Augen, offengeschlossen oder geschlossen modelliertem Mund).

 

Sie wurden je nach Modell von Größe 7 cm (kleinste Ausfürhung bis Größe 24 cm, in Ausnahmefällen bis Größe 46 cm (größete Ausführung) hergestellt. Gemarkt sind die frühen Modelle mit der Schildkröte ohne Raute, die späteren Modelle mit der Schildkröt in Raute (altes Zeichen) bzw. nach 1933 mit der neuen Schildkröte in Raute.

 

 

 

 

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Johannes & Silvia Schnelle