Keine bemalte Schildkröt - Püppchen und Figuren
Die umfangreiche Kleinserie von
Schildkröt mit den kleinen, bemalten Celluloid – Steh – und Sitzpüppchen und den lustigen Celluloidfiguren entstanden ab 1906 mit verschiedenen Clown und Märchenfiguren und wurde bis in die fünfziger
Jahre mit ständig wechselnden Modellen fortgesetzt. Meist waren nur die Arme dieser kleinen bemerkenswerten Steifbeinpüppchen und Figuren mit den aufgeprägten und aufgemalten Kleidern beweglich,
manche waren auch ganz unbeweglich.
Es entstanden Trachtenpuppen in
unterschiedlichen Landestrachten, stramme Soldaten in verschiedenen Uniformen, Sacherzfiguren und eine ganz Reihe von Jungen und Mädchen – und Babypuppen mit oder ohne modellierter Kleidung. Der aus
Amerika kommender Trend, Comic -Strip- Figuren zu Puppen um zu modllieren, wurde von der Rheinischen aufgegriffen, und so entstanden die lustigen Kewpie – und Googlie-Figuren mit expressiven Blicken
und den typischen „Seesternhänden“ - ein Puppentyp mit übergroßen, runden zu Seite blickenden Augen und comic artigen Gesichtszügen. Die Modelle hießen Bubi, Mädli, Dolly oder Purzel und es gab sie
in den unterschiedlichsten Ausführungen. Nach 1930 wurde eine ganz Serie mit beweglichen Igodi – Köpfen ins Kleinserienprogramm aufgenommen. Die Formen zu diesen Modellen wurden von de Firma Paul
Hunaeus und der dadurch auch hinzugekommenen ehemaligen Firma Kohl & Wengenroth übernommen und die Puppen unverändert weiterproduziert.
Die Püppchen und Figuren der
Kleinserie gab es in verschiedenen Größen und in den unterschiedlichsten Ausführungen: mit oder ohne auf-modellierte oder aufgemalter Kleidung, mit verschieden modellierten Frisuren, unterschiedlich
bemalten Gesichtern, in heller oder dunkler Hautfarbe.
Gemarkt wurden die frühen
Kleinpüppchen und – Figuren teils mit de Schildkröte ohne Raute, teils mit der Schildkröte in Raute (altes Zeichen). Die Nachfolgemodelle die später einstanden und teilweise bis in die fünfziger
Jahre produziert wurden sind mit der neuen Schildkröte in Raute gekennzeichnet.
Schildkröt Holländerin
Holländerin um 1912, Kopf, Körper und Beine aus einem Stück, bewegliche Scheibengelenkarme (leider nicht original), geprägte Kleidung, Strümpfe u. Schuhe (holländische Tracht),
farbig bemalt, gemalte blaue Augen, geschlossen modellierter Mund
Gr. 17
cm, Schildkröt Körpermarkte ohne Raute, Schutz-Marke
Frühe Püppchen und Figuren mit
modellierter Kleidung
Die frühen Puppen der Schildkröt –
Kleinpüppchenserie wurden je nach Modell ab 1905 bis etwa Ende der dreißiger Jahe hergestellt, es entstanden ganz verschiedenenartige, meist kleine Puppentypen mit modellierter, farbig gemalter
Kleidung, die heute recht selten und deshalb schwer zu finden sind.
Diese Modelle wurden teils, als
Figuren aus einem Stück, teils als Steifbeinpüppchen mit beweglichen Armen, teils auch ganz beweglich, d. h. Mit Scheibengelenkarmen und beinen, geliefert. Die bemalten Püppchen und Figuren gab es in
weinig verschiedenen, meist kleinen Größen und ganz unterschiedlichen Ausführungen: mit fleischfarbig, glänzendem und matierten Hautton und farbig bemalter modellierter Kleidung mit oder ohne
modellierte bemalte Schuhe (Stiefel und Strümpfe, mt modellierten Haaren, modellierten Hüten, Mützen, Häubchen oder ähnlichem, mit gemalten Augen, offen geschlossen oder geschlossen modelliertem
Mund).
Sie wurden je nach Modell von Größe
7 cm (kleinste Ausführung bis Größe 24 cm, in Ausnahmefällen bis Größe 46 cm (größte Ausführung) hergestellt. Gemarkt sind die frühen Modelle mit der Schildkröte ohne Raute, die späteren Modelle mit
der Schildkröt in Raute (altes Zeichen) bzw. nach 1933 mit der neuen Schildkröte in Raute.