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Cellba "Kriegs- und Nachkriegszeit"

 

 

 

 

 

Kriegs- und Nachkriegszeit

 

Nun begannen nicht nur für Celba miserable Zeiten. Es konnten zwar in den ersten Kriegsjahren die Puppenfabrikation sowie der Export in die skandinavischen Länder und in die Schweiz aufrecht erhalten. Die letzte Puppenlieferung in das politisch neutral gebliebene Schweden verließ Babenhausen 1944.

 

Bald fehlte das Personal. Auch ein Teil der Cellba Mädchen wurden abgezogen und nach Kassel in eine Munitionsfabrik dienstverpflichtet. Die Frauen die noch bei Cellba blieben mussten nun die Arbeit de Männer mit übernehmen.

 

Ein weiteres Problem es gab keine Rohstoffe. Das Celluloid wurde in der Rüstung gebraucht. In der Fabrik wurde die Produktion auf „kriegswichtige Geräte“ umgestellt.

Bei Cellba waren das Beiladungsring für Nebelwerfer,die mit Sprengstoff gefüllt wurden. Diese nicht ungefährliche Arbeit machten die Lehrlinge.

Nach dem Krieg wurde daraus Kinderspielzeug. Bunt bemalt als Wurfringe oder mit Perlen gefüllt als Beißringe für Säuglinge.

 

Am 24. Dezember 1944, trafen bei dem Großangriff der amerikanischen Luftwaffe auf Deutschland Bomben auch das Fabrikgebäude von Cellba und zerstörten viele Teile. Eigentliches Ziel war der nur wenig Entfernte Flugplatz Babenhausen, der ebenfalls von Bomben getroffen wurde.

 

1945 erfolgte der Einmarsch der Amerikaner.

Am 8. Mai 1945 war der Krieg zu Ende.

 

Bei Cellba ging es nun weiter mit sehr vielen Heimarbeiterinnen, da nicht alle Männer aus dem Krieg zurück kamen.

Leider war Zelluloid, Aceton immer noch knapp sowie Gummi zur Befestigung

der Arme und Beine fehlte.

Die Lieferungen von Augen, Perücken etc. aus thüringischem Sonneberg, der einstigen Spielwarenmetropole, waren nicht mehr möglich.

Es war sowieso kaum Geld da um Spielwaren zu kaufen, stellte man den Betrieb um. Nun wurden Dinge für den täglichen Bedarf produziert.

Toiletten – Artikel, Verpackungsmaterial, Pillendosen.

 

Da Cellba zumindest einen Teil der Puppen – und Spielwarenformen aus den Trümmern hatte retten können, versuchte man damit wieder zu arbeiten.

Noch herrschte Geldknappheit. Die Umstellung von der Reichsmark auf die D-Mark im Jahre 1948 musste erst überwunden werden.

Kaum war die Währungsreform vorüber, füllten sich die Geschäfte wieder mit Waren.

Cellba gelang es, noch im selben Jahr mit einem Puppen- und Spielwaren- Sortiment die Messe in Nürnberg und Hannover zu beschicken.

Noch waren des die Modelle der 30er Jahre, das Gretchen , die Affenschaukel, die Liese und einige andere Mädchen und Jungen Puppen die in den Regalen standen. Viele Firmen fanden Interesse an dem Warenangebot. Das war der Anfang eines Neubeginn.

 

Die miserablen Zeiten waren vorüber.

Am 29.November 1949 berichtet die Babenhausen Zeitung

25 Jahre Cellba „

die gesamte Belegschaft feierte.

 

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Johannes & Silvia Schnelle