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Cellba Puppen Kleidung

 

 

Kleidung:

 

Das Nähen von Kleidung und Ausstattung ist sehr zeitaufwendig und damit teuer. In den Vorkriegsjahren und auch später werden die meisten Puppen daher nackt verkauft und die Garderobe selbst angefertigt. Eine andere Möglichkeit. Puppen anzuziehen“, besteht darin, dass man die Kleidung gleich mit einprägt und aufmalt. Diese „ Farbigen Babys“ der 20er- und 30er – Jahre vertragen sogar ein Bad mitsamt der Kleidung. Andere Puppen malt man nur die Schuhe und Strümpfe auf. Bei Cellba selbst werden keine Puppenkleider hergestellt, man bezieht sie von Firmen aus Sonneberg, nach der Währungsreform aus dem Coburger Raum. Einiges an Kleidung wird allerdings in Heimarbeit gefertigt. So spezialisieren sich ein paar Frauen auf das Häkeln der „Eierliesl“ Röcke. Andere schneidern im Auftrag der Firma Puppenkleidung. 12 Pfennige gibt es 1939 für ein abgeliefertes Kleidchen. In Heimarbeit gefertigt werden auch die Baströckchen für die Negerpuppen. In fast jeder Babenhäuser Wohnstube knüpfen Frauen und Mädchen meterweise die bunte Ware: auch die Kinder dürfen bei der Arbeit helfen. Ein Verkaufsschlager ist die „Olympia – Puppe“ von 1936. Sie trägt ein weißes Kleid mit den fünf olympischen Ringen auf der Brust. In großer Stückzahlen wird sie vor allen nach Berlin und Nordeuropa Versand. Als Besonderheit der 50er – Jahre gelten die Trachtenpuppen, die Holländer, Hessen, Schwarzwälder, Bayern, Matrosen oder Winzer. Sie werden von Fremdfirmen eingekleidet und von Cellba einzeln oder als Pärchen verpackt und verschickt. Diese Puppen sind jedoch weniger als Spielzeug für Kinder gedacht, sondern erhalten als Sammlerobjekt oder Souvenir – der Tourismus nahm immer mehr zu – einen Platz in der Vitrine. In den 50er Jahren kauft man immer weniger nackte Puppen. Es gibt inzwischen ein riesiges Angebot an Puppengarderobe. Kleider in allen möglichen Schnitten und Stoffmustern. Da viele Puppen nun Arme und Kugelgelenke haben, können sie beim Spielen leichter an und ausgezogen werden. Preis: Der Preis für eine Cellba Celluloid – Puppe variiert je nach Ausführung und Ausstattung. Eine beweglichem Kopf, Schlafaugen, Perücke und Stimme, zudem noch in Spezialmattierung, ist wesentlich teurer als ihre „Schwester“ mit festen Kopf, gemalten Augen und geprägten Haaren. Natürlich schlägt sich auch eine aufwändige Kleidung im Preis nieder. 1938 kostet die Puppe mit der Artikelnummmer 881 in Größe 35 etwa drei Reichsmark, 1958 bezahlt man für die gleiche Puppe acht Deutsche Mark. Dieser Vergleich ist nicht wirklich aussagekräftig, da Krieg und Währungsreform die Kaufkraft des Geldes verändert haben. Außerdem sind für die Babenhäuser in den Kriegs – und Nachkriegsjahren die Preise uninteressant. Man tauscht! Ein Sack Kohlen, einen Eimer Zement, Mehl, Butter, Eier. Diese sonst unerschwingliche Dinge und Dienstleistungen erhält man gegen eine oder mehre Puppen – und die könnten über ihr Schicksal Geschichte erzählen. Da Firmenangehörige leicht fehlerhafte Ware zu günstigen Preisen erwerben können, kommen auch Puppen im Umlauf, die heute als „Unikate“ begehrte Sammlerstücke sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cellba Puppe gekleidet als "Eierliesel"

Cellba Mädchen

 

 

Eierliesel

Cellba Puppe Kleid Handarbeit Eierliesel

 

 

 

 

 

 

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Johannes & Silvia Schnelle