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                       Schulter und Brustblattköpfe

 

 

Schulter und Brustblattköpfe

 

Die Celluloidbrustblattköpfe von Schildkröt wruden von Anfang an in verschidenen Qualitäten produziert, entweder als geschlossener Kopf mit geprägten Haaren oder als Glattkpf für Perücken. Sie waren Zulieferartikel für andere Puppenfabriken, die diese Köpfe auf die unterschiedlichsten Körper aus Leder, Wachtuch oder Stoff unbeweglich aufnähten oder aufklebten, und durch ihre Weiterverabeitung entstanden die vielfältigesten Pupentypen. Die Körper wurden oft mit Celluloidunterarme und beinen, ebenfalls von der Rheinischen ergänzt. Viele gängige Kopfmodelle von Schildkröt wurden auch als Brustblattköpfe hergestellt.

 

Frühe Celluloidbrustblattköpfe mit modellierter Haaren, die ab 1897 hergestellt wurden, unterscheiden sihc, wie auch die Steffbeinpuppe, nur duche kleine Veränderungen an den teilweise aufwendig moellierten Frisuren. Es gab sie in verschiedenen Größen und Ausführungen, glänzend oder mattiert, auch als Milbu-Köpfe, mit gemaltgen Augen oder feststehenden Glasaugen, mit offenen – geschlossener modelliertem Mund mit gemalten Zähnchen oder ausgeschnittenem Mund mit Celuloidzunge und Zähnchen.

 

Besonders endrucksvolle Typen sind die Charakter – und Künsterl – Brustblattköpfe aus der Zeit um 1909/10, die ausdrucksvollen Gesichter wurden von Künstlern entworfen und entsprachen dem Trend der Zeit, die Puppen allgemein neu zu gestalten, weg vom klischeerhalt entstanden Puppengesichter der 19. und beginnenden 20. Jahrhundert hin zur Darstellung und natürlich wirkdenden charakteristischen Gesichtszügen.

 

Gemarkt sind diefrühen Celluloidbrustblattköpfe mit geprägten Haaren, die bis in die dreißiger Jahre hergestellt wurden, mit der Schildkröte ohne Raute oder der Schildkröte in Raute. (altes Zeichen) Die späteren, veränderten Nachfolgegemodelle von Brustblattköpfe, die es teilweise noch bis in den späten fünfziger Jahren gab,wurden dann mit der neueren Schildkrötmarke und einer Seriennummer gekennzeichnet.

 

In diersen Zusammenhang sollte nochmals darauf hingewiesen werden, daß im Gegensatz zu den Brustblattköpfen aus der Nachkriegszeit, denen eine Seriennummer ausgeprägt wurde, die Nummer, mit denen jeder Brustblattkopf gekennzeichnet ist, keine Seriennummern sind, wie viele Sammle fälschlicherweide denken. Es handelt sich vielmehr um die Größenangbaen des jeweiligen Brustblattkopfes (z. B. Bedeutetet Nr. 14, daß der Kopf 14 cm hoch ist. Die dazugehörigen Ziegellieder- oder Wachstuchkörper wurden oben an der Öffnung für den Schulterkopf mit einem Aufkleber makiert, aud den jeweils die entsprchenden Kopfgrößen-Nummern angegeben war, so das man genau wußte, welche Kopfgröße zu den betreffenden Körper gehörte.

 

Bei Brustblattköpfen aus den fünziger Jahren (Serie 220) änderten sich die Größenangaben, sie entsprachen jetzte der Gesamthöhe de Puppe. (z. B. Bedeutetet Nr. 23 das die komplette Puppe 23 cm hoch ist) und waren hinter der Seriennummer eingeprägt.

 

Modell J.g.A. (Modell Junge mit gemalten Augen)

 

Das Modell J ( = Junge wurde als Brustblattkopf ab 1915 pro und war mit leichten Frisuränderungen bie Ende der fünfziger Jahre im Program von Schildkröt Gemarkt sind die frühen Modelle (Vorkrieg mit de Schildkröt in Baute (altes Zeichen), die Nachfolgegemodellemit der neuen Schildkröte in Raute und de Seriennummer 220. Die Vorkriegsmodelle unterscheidensich hauptsächlich durch die modelliertem Stirnlocke, die bei den Nachkriegsmodellen fehlt.

 

Diese Brustblattköpfe wurden in verschiedenen Größen und Ausführungen hergestellt, mit fleischfarbenden glänzenden mattierten oder sonnenbraunem Hautton, aber auch als MiBlu-Ausführung, mit je nach Entstehungszeit unterschiedlich modellierten, farbig getöntne Haaren, gemalten Augen (Vorkriegsmodelle Junge mit gemalten Augen, oder feststehenden Glasaugen bez. Schalfaugen mit Wimpern) Nachkriegsmodell mit offen-geschlossen modelliertem Mund und angedeuter Zunge, mt oder ohne aufgemalte Zähnchen oder mit offen ausgeschnittenem Mund mit hinterklebter Zunge und hinterklebten Zähnchen.

 

Die Vorkriegsmodelle, denen Größenangaben de jeweiligen Kopfhöhe entsprachen, wurden in folgenden Größen hergestellt: Modeli Junge mit gemalten Augen Größe 4 – 17 cm. Modell J Größe 6 - 17 cm. Bei den Nachfolgegemodellen entsprach die eingesprägte Größenangabe der Gesamthöhe der Puppe (Kopf und Körper). Die Brustblattköpfe mit de Seriennummer 220 mit gemalten Augen Größe 23 – 41 cm, Modell 220 mit Glasaugen 43 – 45 cm.

 

Die Brustblattköpfe Modell J, waren Zulieferartikel für viele Puppenfabriken und Spielzeughersteller und wurden von disen meist auf entsprachende Stoff-, Wachstuchkörper ode Ziegenlederkörpfer kombiniert mit beweglich oder unbeweglich angebrachten Celluloidunterarmen, aufgenäht oder aufgeklebt.

 

 

Junge Brustplattkopf

 

Brustplattkopf mit modellierter Frisur SmR 41 Hände Celluloid, Körper Wachstuch, gemalte Augen

(Puppe ca. 1952)

Brustblattköpfe sind von Schildkröt nie für die eigene Puppenproduktion verweden wurden. Sie waren ein Zulieferartikel für die Thüringer Puppenindustrie. Die Köpfe wurden von den hunerten von Betrieben für die unterschiedlichsten Körper aus Leder, Stoff, Wachstuch und ähnlichen Materialien verwendet. Celluloid Unterarme und - beine, diese wiederum von Schildkröt geliefert, wurden verarbeitet zum Einbinden in 10 Größen.

 

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Johannes & Silvia Schnelle